Kürbisravioli – Pumpkin ravioli

Nachdem ich in den letzten Wochen gefühlt 100 Mal meinen geliebten Ofenkürbis und auch diverse Kürbissüppchen und -quiches verspeist habe, habe ich mich heute mal an etwas Neues mit Kürbis gewagt. Schuld ist Vapiano, wo ich neulich Kürbisravioli gegessen habe, die so lecker waren, dass ich sie unbedingt nachkochen wollte. Gesagt, getan (mein Lebensmotto) – und das, obwohl ich noch nie selber Pasta gemacht hatte! Eine Nudelmaschine besitze ich auch nicht, aber mit einem guten Nudelteigrezept (gefunden bei Chefkoch) und jeder Menge (Wo-)Manpower ging das „nudeln“ ziemlich gut. Die Füllung habe ich einfach mal nach Gusto zusammengeschmissen, und sie allein war schon so lecker, dass ich sie mit dem Löffel hätte essen können. Ihr könnt die Ravioli auch prima ungekocht einfrieren (dazu einzeln auf ein Tablett legen und vorfrieren, bevor Ihr sie in einen Gefrierbeutel gebt) und dann nach Bedarf gefroren in kochendes Wasser schmeißen (natürlich dauert das Garen dann ein bisschen länger). Wenn Ihr nicht wie ich noch mal Kürbis in der Soße haben wollte, reicht es auch, einfach etwas Butter in einer kleinen Pfanne zu zerlassen, etwas frischen Salbei dazu zu geben und dann die Ravioli darin zu schwenken. Parmesan drüber – einfach köstlich!!!!

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Kürbisravioli (für 4 Personen)

Nudelteig:

100 g Mehl

100 g Hartweizengrieß

100 ml kaltes Wasser

Füllung:

400 g Kürbis (Hokkaido)

1 Schalotte (oder kleine Zwiebel)

2 EL Olivenöl

1 Eigelb

3 gehäufte EL saure Sahne

Salz, Pfeffer

etwas geriebene Muskatnuss

nach Geschmack ein wenig Knoblauchpulver

Soße:

200 g Kürbis

1 kleine Schalotte

gut 100 ml Gemüsebrühe

Rama Cremefine oder Sahne (oder Butter)

Salz, Pfeffer

frische Salbeiblätter

frisch geriebener Parmesan nach Geschmack

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Ofen auf 220 Grad Umluft vorheizen.

Die Teigzutaten so lange verkneten (mit der Hand), bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist. In Klarsichtfolie wickeln und eine Stunde im Kühlschrank parken.

Währenddessen den Kürbis würfeln, die Zwiebel zerkleinern und beides in einer Schüssel mit dem Olivenöl vermischen. In eine kleine Ofenform geben und ca. 25-30 Min. rösten, bis der Kürbis weich ist. Kurz abkühlen lassen, dann mit der sauren Sahne, dem Eigelb (das Eiweiß bitte nicht wegwerfen, das braucht ihr später als Kleber für den Rand der Ravioli) und den Gewürzen in einen Messbecher geben und mit dem Pürierstab pürieren. Gut abschmecken.

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Den ausgeruhten Teig aus dem Kühlschrank und der Folie nehmen und auf der Arbeitsplatte ganz dünn ausrollen (kostet ein wenig Kraft, beim Rollen wird der Teig immer geschmeidiger). Dazu braucht Ihr kein extra Mehl! Der Teig sollte idealerweise etwa so dünn wie ein Fensterleder sein. Mit einem Anrichtering oder einem grossen Glas o.ä. Kreise von ca. 8 cm Durchmesser ausstechen. Den überstehenden Teig wieder verkneten, ausrollen, ausstechen, bis kein Teig mehr übrig ist (bei mir wurden es 26 große Ravioli). In die untere Hälfte jedes Kreises einen gehäuften Teelöffel Kürbispürree geben, den unteren Rand mit dem Finger mit Eiweiß bestreichen und die Ravioli zuklappen, dabei den Rand vorsichtig andrücken. Mit einer Gabel noch mal den Rand andrücken, damit später nichts aufgeht. Ich habe die Ravioli dann noch mal in einem Teller mit etwas Hartweizengrieß gewendet, damit sie nicht zusammenkleben, dann nebeneinander auf einen flachen Teller gelegt, mit Folie abgedeckt und bis abends im Kühlschrank geparkt.

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Ihr könnt die Ravioli aber auch direkt verarbeiten, indem Ihr sie 2-3 Minuten in siedendem Salzwasser kocht, bis sie hochkommen. Abgießen und warm stellen. Dazu habe ich eine leichte Sahnesoße mit Kürbiswürfeln und Salbei gemacht: In einer Pfanne in etwas Öl eine kleine gehackte Schalotte angeschwitzt, 200 g ganz klein gewürfelten Kürbis und ein paar frische Salbeiblätter dazugegeben und mit einem Schluck Brühe abgelöscht. Wenn die Brühe verkocht ist, sollte der Kürbis weich genug sein. Etwas Cremefine oder Sahne nach Geschmack dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und die Ravioli in der Soße wenden. Zuletzt frisch gehobelten oder geriebenen Parmesan darüber geben (hab ich für das Foto leider vergessen).

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3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Hmmm, klingt fantastisch und sieht lecker aus :-)! Und – cooles Lebensmotto :-)!

    1. aufgegabelt sagt:

      Danke, Sternenkind! War wirklich sehr lecker, auch wenn es ein bisschen mehr Arbeit gemacht hat, hat es sich gelohnt!

      1. Motiviert mich gerade, es selbst auszuprobieren :-). Danke!

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