Scones mit Cranberries und Walnüssen – Cranberry-Walnut-Scones

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Die Briten sind ja so ein kultiviertes Völkchen. Sie haben die Tea Time erfunden, tragen in der Regel stets eigene Tea Bags mit ihrem Lieblings-Earl Grey bei sich und, wenn man mal vom Frühstück absieht, ist die britische Küche gar nicht so schlecht wie ihr Ruf (wenngleich sie das vor allem den Einflüssen aus den zahlreichen Kolonien zu verdanken hat). Mein Mann würde jetzt sein Veto einlegen (wenn ich ihn hier zu Wort kommen ließe, hehe!) und betonen, dass gerade das Full English Breakfast ein besonderes Schmankerl sei, aber mal ehrlich: Wer schon morgens Black Pudding (so was Ähnliches wie gebratene Blutwurst, örks!) zu sich nimmt, der frisst auch kleine Kinder! Aber zurück zur Tea Time: Eine Errungenschaft des britischen Light Tea – wenn ich hier mal wieder klugscheißen dürfte: Man unterscheidet zwischen Light- und High Tea. Ersterer wird am Nachmittag eingenommen und ähnelt entfernt dem deutschen Nachmittagskaffee, nur eben mit Tee, Letzterer ist eine vollständige Mahlzeit, die am Spätnachmittag/frühen Abend serviert wird und zu dem neben Tee und Gebäck gerne auch mal kalter Braten und Salate gereicht werden – wo war ich? Ach ja, eine Errungenschaft des Light Tea genannten Nachmittagssnacks sind die guten alten Scones, eine Art weicher Brötchen, die in der Regel mit Clotted Cream (Streichrahm) und Konfitüre gegessen werden. Ich habe schon öfter die klassische Variante des Klassikers gebacken, sehr lecker, aber eben klassisch. Dieses Mal habe ich eine Version mit halb Vollkorn-, halb Weißmehl, getrockneten Cranberries, Walnüssen und Ahornsirup gemacht. Und da ich nun schon so nordamerikanisch zugange war, habe ich die Scones auch nicht wie gewöhnlich mit einem Glas zu runden Brötchen ausgestochen, sondern die amerikanisierte Dreiecksversion gewählt. Mangels Clotted Cream gab es obendrauf eine Eigenkreation aus Frischkäse, Joghurt und frischen Früchten. Womit der englische Klassiker quasi total dem Commonwealth entfremdet wurde, aber dennoch sehr lecker und kultiviert schmeckte. In diesem Sinne: God save the Queen!

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Scones (12 Stück)

225 g Mehl (ich hatte halb Vollkorn, halb Weißmehl)

1 TL Natron

1/2 Tl Salz

40 g Butter (geht auch mit Light-Butter)

ca. 150 g (Mager)joghurt

5-6 EL Ahornsirup

je 1 Handvoll gehackte getrocknete Cranberries und Walnüsse

etwas Milch zum Bestreichen

Ofen auf 200 Grad Umluft vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen. Mehl, Salz und Natron in einer Schüssel mischen, dann die Butter leicht unterkneten, so dass dicke Krümel entstehen. Danach Ahornsirup und nach und nach den Joghurt unterkneten (geht am besten per Hand). Aufpassen, dass der Teig nicht zu klebrig wird. Zuletzt die gehackten Cranberries und Walnüsse unterkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und auf das Bleck legen. Mit bemehlten Händen zu einem etwa 3 cm dicken Fladen plattdrücken. Mithilfe eines angefeuchteten Messers den Fladen in 12 „Tortenstücke“ schneiden, aber nicht von einander trennen. Mit etwas Milch bestreichen. Blech in den Ofen schieben und ca. 10 Minuten goldbraun backen.

Etwas abkühlen lassen und dann die Stücke abbrechen, durchschneiden und mit Butter und Marmelade genießen. Oder alternativ eine Art Creme aus einigen Löffeln fettarmem Frischkäse, etwas Joghurt und Ahornsirup rühren und mit frischem Obst auf die noch warmen Scones geben.

Die Scones kann man am nächsten Tag noch mal auf den Toaster schmeißen, dann schmecken sie auch noch lecker. Oder ihr friert sie einfach ein und backt sie dann kurz in der Mikrowelle auf!

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