Gegrillter Obstsalat

Meine Oma hat immer gesagt: „Man kann ruhig blöd sein, man muss sich nur zu helfen wissen.“ Recht hatte sie, auch wenn in diesem Fall nicht ich blöd war, sondern die Nektarinen, die es eigentlich in gegrillter Form heute bei mir zum Nachtisch geben sollte. Die blöden Dinger hatten auch Tage nach dem Kauf immer noch eine Konsistenz irgendwo zwischen Marmor und Granit. Halbieren, Stein rauslösen, füllen und grillen: Pustekuchen. Also, dachte die Frau, die sich meistens zu helfen weiß (also ich), schneiden wir das Fruchtfleisch vom Stein, häckseln es in kleine Stücke, kombinieren diese mit Apfel und Aprikose und geben die Füllung aus Cantuccini einfach als Crumble darauf. Einen Schuss Ahornsirup drüber, das Ganze in Alufolie gebündelt und als Letztes auf den Grill gepackt. Oberlecker. Eine Kugel Vanilleeis oben drauf wäre noch schön gewesen, aber man kann nicht alles haben. Wenigstens wissen wir uns zu helfen!

(Übrigens müsst Ihr Euch bei der Wahl der Obstsorten nicht an die von mir genannten gebunden fühlen. Ich bin sehr sicher, dass Mango, Pfirsiche, Physalis und alle anderen etwas festeren Obstsorten ebenfalls total lecker schmecken!)

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Gegrillter Obstsalat (6 Pers.)

6 Nektarinen

3 Äpfel

6 Aprikosen

100 g Cantuccini (das sind die italienischen Hartkekse mit Mandeln, Amarettini dürften auch gehen)

ca. 4 TL weiche Butter

6 EL Ahornsirup (oder mehr nach Geschmack)

6 viereckige Stücke Alufolie auf der Arbeitsplatte ausbreiten. Obst in mundgerechte Stückchen schneiden und gleichmäßig auf die Folien verteilen, dabei die Apfel zuunterst platzieren. Die Cantuccini im Blender fein mahlen oder in einen Gefrierbeutel packen und mit Nudelrolle oder Fleischklopfer zerkleinern. Das Cantuccini-„Mehl“ mit der Butter vermischen (geht am besten mit der Hand) bis eine streuselige Masse entstanden ist (deshalb die circa-Angabe bei der Butter). Streusel gleichmäßig auf dem Obst verteilen und jedes Häufchen Obst/Streusel mit etwas Ahornsirup beträufeln. Die vier Ecken jeder Folie nach oben nehmen und die Alufolie so verschließen, dass man eine Art Säckchen erhält. Diese ca. 10-15 Min. auf dem Grill garen (Achtung, hierbei eher die Restwärme ausnutzen, wenn der Grill nicht mehr ganz so superduperheiß ist). Päckchen vorsichtig öffnen und den Inhalt heraus löffeln – oder vorher noch eine Kugel Eis drauf setzen.

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