Schnelle Tarte Tatin mit Blätterteig

Well, it’s Wochenende, that means KUCHEN-TIME! Oder besser: Temps de gateau (ob das jetzt richtig war?), weil wir heute ganz frankophil sind beim Backen! 😉

Ein echter Klassiker der französischen Küche: Tarte Tatin, die karamellisierte Apfeltorte, die quasi „auf links“ gebacken wird, nämlich mit dem Belag nach unten. Normalerweise echt viel Aufwand, aber diese Version mit Blätterteig, die ich bei missboulette gefunden habe, geht ruckizucki und schmeckt herrlich (mir persönlich sogar besser als das Original mit Mürbeteig). Das Foto ist vom ersten Versuch, da hätte ich die Äpfel ruhig noch ein bisschen brauner werden lassen können, aber hatte etwas Schiss, dass sie mir verbrennen. Außerdem könnt Ihr ruhig mehr Äpfel nehmen und sie übereinander schichten, weil sie ordentlich schrumpfen beim Backen. Beim zweiten Mal habe ich außerdem statt normaler Butter leicht gesalzene Butter genommen, das schmeckte genial!

Falls jemand wie ich auf unnützes Wissen steht: Die Erfindung der Tarte Tatin wird den betagten Schwestern Tatin aus Fronkreisch zugeschrieben, die angeblich einen Apfelkuchen für Gäste auf die „Belagseite“ fallen lassen haben und ihn, mangels Ersatzkuchen, einfach schnell mit den Äpfeln nach unten wieder in die Form gelegt, mit frischem Teig bedeckt und noch mal gebacken haben.

Übrigens habe ich aus den Resten vom Blätterteig einfache ‚Kekse‘ gemacht, indem ich sie in Streifen geschnitten, mit braunem Zucker bestreut und kurz mit in den Ofen geschoben habe. Auch lecker!

Tarte Tatin (12 Stücke)

1 Rolle frischer Blätterteig (nur 2/3 werden benötigt) oder gleiche Menge TK

4 EL Zucker (ich habe braunen genommen)

1 Pkch. Vanillezucker

ca. 120 g Butter

ca. 6 säuerliche Äpfel (je nach Größe auch mehr)

Eine Pfanne (28 cm Durchmesser) nehmen, Butter in ganz dünne Scheiben schneiden und gleichmäßig über den ganzen Pfannenboden verteilen. Zucker und Vanillezucker über alles streuen, bis der ganze Topfboden und die Butter komplett bedeckt sind. Äpfel schälen, entkernen, vierteln, evtl. bei großen Früchten achteln und in die Form reinschichten. Ich habe etwas  zu wenig Äpfel genommen, seid damit ruhig großzügig, weil die Äpfel während des Backens noch irgendwie schrumpfen.

Den Blätterteig mithilfe des Pfannendeckels kreisrund ausschneiden, über die Äpfel geben. Vorsichtig alles flach gegeneinander drücken. Mit einer Gabel mehrfach einstechen.

Ofen auf 200 Grad vorheizen. Die Pfanne auf die Herplatte stellen (volle Hitze), alles aufkochen lassen und sofort die Hitze auf etwa die Hälfte Drittel reduzieren. Ca. 10 min. karamellisieren lassen. Lange passiert nichts Besonderes, ab der 8. Min. kann es rasend schnell gehen, daher daneben stehen bleiben und immer mal an dem Dampf schnuppern, der seitlich aus der Pfanne schießt. Wenn der karamellig riecht, ist es gut!

Sobald der Karamell goldbraun ist, die Pfanne auf der mittleren Schiene im Ofen ca. 10 min fertig backen, bis der Blätterteig eine schöne goldbraune Kruste bekommt.

2-3 Minuten auskühlen lassen und mithilfe einer Platte/Teller stürzen. Noch warm servieren.

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3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Sabine sagt:

    Da ist er, der Kuchen, den mein Papa mit großer Begeisterung vor 10 Jahren nach jedem Essen serviert hat. Danke, für das Rezept. Lecker.

    1. aufgegabelt sagt:

      Gern geschehen! Ich finde ihn auch so lecker, dass ich ihn was alleine aufessen könnte (was mir natürlich nie gelingen würde, das wissen die Mitesser zu verhindern ;-))

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